Skip to main content
Artikel

Oorsprong en grondslagen van de christelijke democratie

Author

Abstract

Herkunft und Grundlagen der christlichen Demokratie – Festgestellt wird, dass christlich-demokratische Parteien nach dem Zweiten Weltkrieg in mehreren Landern Europas hervor traten und in der Folgezeit einen massgebenden Einfluss ausübten. Ihre Bildung geschah in den einzelnen Landern spontan und praktisch ohne Kenntnis der jeweiligen Nachbargründungen. Zahlreiche Griinde sind anzuführen um den Erfolg der “christlichen Demokratie” in Westeuropa zu erklaren, hier jedoch soll ausgeführt werden, dass ohne weit zurückreichende Tradition - oder mehrere - und bestimmte organisatorische und personelle Voraussetzungen, dieser Erfolg nicht möglich gewesen ware. Die ersten Belege für den Begriff “christliche Demokratie” findet man in der Zeit der Französischen Revolution. Im französischen und Belgischen Katholizismus des neunzehnten Jahrhunderts, treffen wir ihn vereinzelt an, nach 1848 zum erstenmal im parteipolitischen Sinn, wahrend er im Anschluss an “Rerum novarum” europaische Bedeutung und Verbreitung erlangt. Auf den unterschiedlichen Gebrauch des Begriffs in den anglo-amerikanischen Landern und in Kontinentaleuropa wird bingewiesen. Eingegangen wird auf die Schwierigkeiten, zwischen Kirche und politischer Demokratie, die im neunzehnten Jahrhundert in den katholischen Landern Europas entstanden, wobei festgestellt wird, dass die “christlich demokratische” Bewegung vor 1890 niemals eine ernsthafte politische Bedeutung erringen konnte, da sie sich sowohl gegen die politische Monarchie wie gegen die kirchliche Hiërarchie wandte, sich m.a.W. nicht beschrankte aufs weltlich-Politische sondern bestrebt war mit dem Staat zugleich die Kirche zu reformieren und zu demokratisieren. Gezeigt wird wie Versuche um Christentum und Demokratie in Frankreich miteinander zu versöhnen (u.a. des bretonischen Abbés De Lamennais, der Gruppe um Lacordaire, Ozanam und Maret) scheiterten, wahrend es im Gegensatz dazu dem pragmatisch handelnden politischen Katholizismus (Windhorst) in dem sich bildenden Deutschen Reich gelang, die katholische Sache politisch wirksam zur Geltung zu bringen. Wir sehen, dass mit der Enzyklika “Rerum novarum” eine Entpolitisierung der katholischen Sozialbewegung eingeleitet wird, die sich jedoch für die Ausbreitung der “christlichen Demokratie” verhangnisvoll ausgewirkt hat, da die Sozialbewegung sich als ein zu schwaches Fundament fur die Errichtung katholischer Parteien erwies. Hiermit ist bereits angedeutet, dassdie “christliche Demokratie” fiber die Autonomie einer im Grunde unpolitischen Sozialbewegung hinauswachsen muss, sich m.a.W. Gedanken zu machen hat wie die Demokratie beschaffen sein soil, damit sie Freiheit und Menschen würde wirksam sichert.

How to Cite:

Maier, H., (1976) “Oorsprong en grondslagen van de christelijke democratie”, Tijdschrift voor Sociale Wetenschappen 21(1), 3–25. doi: https://doi.org/10.21825/tvsw.96017

Downloads:
Download PDF
View PDF

154 Views

38 Downloads

Published on
1976-01-01

License